DAS 9. LEBENSJAHR - TEIL 1
- Dani Jakob
- 6. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Eine besondere Entwicklungsphase - Teil 1 Kinder
Um das achte bis zehnte Lebensjahr geraten viele Kinder in eine besondere Übergangszeit. Die Welt, die sich früher selbstverständlich und vertraut angefühlt hat, wird plötzlich verändert wahrgenommen. Man könnte es einen Entwicklungsschritt nennen, der die Kinder in ein neues Verhältnis zur Welt stellt.
Das Kind wirkt nun vielleicht nachdenklicher, empfindlicher, manchmal auch schneller gereizt, traurig oder sogar ängstlich. Es kann zu krisenhaften Momenten kommen.
WENN DIE SELBSTVERSTÄNDLICHE WELT SICH VERÄNDERT
In den ersten Lebensjahren erleben Kinder die Welt sehr unmittelbar. Sie lernen vor allem durch Nachahmung. Eltern, Lehrer*innen und andere Erwachsene sind selbstverständlich Vorbilder. Die Welt wirkt vertraut, überschaubar und sicher.
Um das neunte Lebensjahr herum verändert sich das Erleben des Kindes.
Das Kind beginnt, seine Umgebung bewusster wahrzunehmen. Es erkennt stärker, was hinter Handlungen steckt, interessiert sich nun für Zusammenhänge. Auch das Zeitgefühl verändert sich. Kinder beginnen stärker zu spüren, dass Dinge sich entwickeln, verändern und weitergehen. Gleichzeitig sind seine Gefühle oft sehr intensiv und es entsteht etwas Neues: Das Kind spürt, dass es nicht mehr so selbstverständlich und intrinsisch mit seiner Umgebung (Eltern, Geschwister, Freund*innen, Natur) verbunden ist wie früher. Es spürt sich selbst als eigenständige Person.
Diese Gefühle sind neu – und oft noch schwer in Worte zu fassen. Viele Kinder erleben nun zum ersten Mal eine stärkere innere Erregung oder große Gefühlsstärke. Vieles von dem, was Kinder bewegt, bleibt deshalb unausgesprochen, das innere Erleben kann nicht geteilt werden. Gefühle von Trennung oder innerer Einsamkeit können die Folge sein. .
Manche Kinder erleben diese Zeit still und staunend, andere beginnen zu hinterfragen oder zu kritisieren, wieder andere sind verunsichert, ziehen sich zurück, wirken ängstlich und überfordert.
Mit diesem Entwicklungsschritt tauchen häufig viele ungewöhnliche Fragen auf wie: Warum handeln Menschen so, wie sie handeln? Was ist Gut, was ist Böse? Bin ich wirklich euer Kind? Wo ist man nach dem Tod?
In dieser Phase des Übergangs erleben Kinder Übergänge besonders intensiv.
Der Wechsel vom Tag zur Nacht.
Das Nachhausekommen.
Das Verlassen vertrauter Orte.
Solche Momente können plötzlich eine größere Bedeutung bekommen.
WAS KINDER JETZT BESONDERS BRAUCHEN
Gerade in dieser Zeit sehnen sich Kinder oft sehr nach:
• Aufmerksamkeit
• Trost
• Nähe
• Geborgenheit
auch wenn sie ihre Gefühle noch nicht klar ausdrücken können.
Vieles, was Kinder in dieser Phase bewegt, zeigt sich nicht in Worten, sondern in Stimmungen, Fragen oder Verhalten.
WENN GEFÜHLE SEHR STARK WERDEN
Manche Kinder reagieren in dieser Entwicklungsphase mit sehr intensiven Gefühlen, Ängsten oder innerer Unruhe.
Dann kann eine unterstützende Begleitung helfen.
In der Hypnosetherapie arbeiten wir mit inneren Bildern und Gefühlen.
So können Kinder ihre inneren Erfahrungen besser verstehen und wieder mehr Sicherheit und Ruhe finden.
Denn auch wenn diese Zeit manchmal herausfordernd ist, gehört sie zu einem wichtigen Schritt im Leben eines Kindes:
dem wachsenden Gefühl für das eigene Selbst und den eigenen Platz in der Welt.

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