DAS 9. LEBENSJAHR - TEIL 2
- Dani Jakob
- 18. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Eine besondere Entwicklungsphase - Teil 2 Eltern
Um das achte bis zehnte Lebensjahr geraten viele Kinder in eine besondere Übergangszeit. Auch Eltern erleben neue, oft widersprüchliche Gefühle.
Typische Empfindungen können sein:
Gefühl von Distanz
Eltern spüren manchmal, dass ihr Kind innerlich ein Stück auf Abstand geht. Gespräche verlaufen anders, das Kind wirkt verschlossener oder kritischer. Das kann sich anfühlen, als wäre plötzlich etwas zwischen Eltern und Kind getreten.
Verunsicherung
Das Verhalten des Kindes wirkt ungewohnt: mehr Nachdenken, mehr Kritik, stärkere Gefühle. Eltern fragen sich dann häufig: „Mache ich etwas falsch?“ oder „Warum reagiert mein Kind plötzlich so empfindlich?“
Traurigkeit oder Verlustgefühl
Manche Eltern erleben eine leise Trauer. Das unbeschwerte, stark an den Eltern orientierte Kind scheint sich zu verändern. Es kann sich anfühlen, als würde man ein Stück der frühen Kindheit verabschieden.
Irritation über neue Fragen
Kinder beginnen stärker über große Themen nachzudenken – über Gerechtigkeit, Tod, Wahrheit oder über das Verhalten von Erwachsenen. Für Eltern kann es überraschend sein, plötzlich mit solchen ernsten oder kritischen Fragen konfrontiert zu werden.
Wunsch, das Kind zu schützen
Wenn Eltern merken, dass ihr Kind innerlich ringt oder verunsichert wirkt, entsteht oft ein starker Impuls, es trösten oder die Situation „lösen“ zu wollen. Gleichzeitig merken viele, dass dieser Prozess zum inneren Wachstum des Kindes gehört.
Das 9. Lebensjahr ist oft eine stille Übergangszeit – für Kinder und Eltern.
Vieles verändert sich, manches wirkt ungewohnt. Doch gerade in dieser Phase brauchen Kinder vor allem Verständnis, Vertrauen und einen sicheren emotionalen Hafen.
Nicht jede Unsicherheit muss sofort gelöst werden. Oft reicht es, da zu sein, zuzuhören und die Gefühle des Kindes zu spiegeln.
Vertraue deiner Intuition!

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